Cellulite ist ein Thema, das nonstop diskutiert und besprochen wird. Gefühlt sekündlich gibt es in diversen Magazinen, Zeitungen, im Fernsehen und natürlich online unendlich viele neue Tipps, Tricks und natürlich tonnenweise Produkte, die das leidige Problem endlich in den Griff kriegen. Seltsam nur, dass trotzdem nach wie vor 80-90 % aller Frauen unter Cellulite „leiden“.

Cellulite ist keine Krankheit

Sondern gilt als kosmetisches Problem. Es handelt sich also nicht um eine Krankheit oder ein ernstzunehmendes gesundheitliches Leiden. Wenn man sich mit dem Thema allerdings etwas eingehender beschäftigt, fragt man sich irgendwann, wie ein normales, kosmetisches Problem solche Wellen schlagen kann. Warum leiden Frauen mental so sehr unter dieser Bindegewebsschwäche, für die sie nichts können und deren Ausprägung oft genetisch vorprogrammiert ist?

In unserer westlichen Gesellschaft sind Fitness und Schönheit wichtige Lebensinhalte. Das weit verbreitete Ideal: Schlank und durchtrainiert sein, ohne Anzeichen vom Altern – da passt Cellulite natürlich nicht ins Bild. Lange meinte man, dass die Dellen an Armen, Beinen und Po lediglich auf Übergewicht zurück zu führen sei. Inzwischen ist erwiesen, dass jede Frau Cellulite bekommen kann. Und zwar unabhängig von ihrem Körperbau und ihrem Gewicht.

Her mit der Geheimwaffe gegen Orangenhaut!

Die Ausprägung von Cellulite wird dabei durch ein Zusammenspiel von Hormonen, dem Körperfettanteil, Stress, fette & zuckerhaltige Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen sowie dem Genuss von Alkohol und Koffein bestimmt. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass man vielen Risikofaktoren aktiv entgegenwirken kann: ausreichend Schlaf, Massagen, gesunde Ernährung und viel Trinken (am besten Wasser und ungesüßte Tees) können sich positiv auf die Hautbeschaffenheit auswirken. Da es im Alltag aber nicht immer möglich ist, diese gesunde Lebensweise einzuhalten, kann man den Körper ergänzend von innen unterstützen – z.B. mit Silicium. Es zählt zu den wichtigsten Spurenelementen im Körper und ist für wichtige Zellprozesse verantwortlich.

Kampf dem Selbstoptimierungswahn

Eines ist sicher: den „Kampf“ gegen die Cellulite kann man letztendlich nur gewinnen, wenn man dem Selbstoptimierungswahn den Rücken kehrt. Denn eine aalglatte Haut ohne jeglichen Makel ist eine Illusion, geschaffen durch Retuschen, Hochglanzmagazine und Instagram-Filter, die – im echten Leben– einfach nicht erfüllt werden kann. Vielleicht kommt man am besten mit dem Problem Cellulite klar, wenn man ein wenig Orangenhaut einfach als eine (etwas lästige) Gegebenheit ansieht und nicht als Problem. Wer sich selbst mag und schön findet, kann mit Sicherheit auch damit leben. Einfach nicht ständig diese Dellen in den Fokus stellen und immerzu darauf herumdrücken, sondern sich lieber im Spiegel zulächeln und etwas unternehmen, das einem Spaß macht! Und immer daran denken, vielleicht findet man es selbst nicht wirklich schön, aber glücklicherweise ist es keine Krankheit, deshalb sollte man versuchen auch nicht zu lassen, dass es einen trotzdem krankmacht!