Manchmal scheint es wie verhext zu sein: Egal, ob man die teure Gesichtspflege oder eine günstigere Alternative anwendet – so richtig zufrieden ist man mit dem Ergebnis nicht. Trotz des vielen Ausprobierens, kommt dann das Gefühl auf, dass man die ideale Pflege einfach nicht findet. So geht es vielen Frauen und die meisten machen den gleichen Fehler, indem sie sich nicht ausreichend über ihren individuellen Hauttypen informieren. Dabei ist das Wissen über den eigenen Hauttypen die Grundlage dafür, um die Haut richtig pflegen zu können.

Was macht Hauttypen aus?

In der Haut, genauer gesagt im oberen Teil der Lederhaut, befinden sich überall am Körper Talgdrüsen. Sie produzieren jeden Tag etwa zwei Gramm Talg, der nach außen an die Hautoberfläche getragen wird. Unter Talg versteht man eine Ansammlung von Lipiden also wasserunlöslichen Fettstoffen. Wenn diese an die Hautoberfläche gelangen, machen sie Haare und Hautoberfläche geschmeidig, glänzend und schützen sie mit einer fetthaltigen Schutzschicht. Talgdrüsen stehen in einem engen Austausch mit Schweißdrüsen: Sind die Talgdrüsen stark aktiv, wird auch viel Schweiß produziert. Die Talg- und Schweißabsonderung nennt man Sekretion. Die Intensität dieser Sekretion bestimmt den Hauttypen.

5 Erscheinungsbilder – 5 Bedürfnisse

Der Zustand der Haut kann in fünf Hauttypen eingeteilt werden, die unterschiedliche Merkmale aufweisen und entsprechend gepflegt werden müssen:

1. Normale Haut

ist gut durchblutet und sondert eine durchschnittliche Menge an Talg und Schweiß ab. Die Poren sind an den Wangen eng und um die Nase herum leicht geweitet. Sie erscheint normalerweise matt, kann aber manchmal leicht schimmern. Sie ist relativ unempfindlich und weist – auch bei der Pflege – keine weiteren Besonderheiten auf.

2. Trockene Haut

ist schlecht durchblutet, sehr empfindlich und oft gerötet. Sie gibt sehr wenig Talg und Schweiß durch feine Poren ab, wodurch sie sehr matt erscheint. Trockene Haut ist sehr gut durchblutet, aber auch sehr empfindlich. Sie neigt zu frühzeitigen Alterserscheinungen wie Falten und zeichnet oft dünne Äderchen ab. An der Kopfhaut können sich Schuppen absetzen. Um den Säureschutzmantel von trockener Haut zu schützen, sollten sanfte, pH-neutrale Pflegemittel ohne Alkohol verwendet werden. Trockene Haut benötigt Pflege, die viel Feuchtigkeit und Fett spendet.

3. Fettige Haut und Aknehaut

ist weniger gut durchblutet und gibt verstärkt öligen Talg und Schweiß an die Oberfläche ab, wo die Poren – vor allem im Gesicht – stark geweitet sind. Somit sieht die Haut sehr glänzend und fettig aus. Fettige Haut ist zwar nicht besonders empfindlich, neigt aber zu Unreinheiten. Diese können in leichter Form, z.B. Mitesser und Pickel, oder in starker Ausprägung wie Akne erscheinen. Dieser Hauttyp benötigt vor allem Feuchtigkeit, aber auf keinen Fall weitere Fette.

4. Mischhaut

ist eine Kombination aus normaler, trockener und fettiger Haut. Besonders Stirn, Nase und Kinn sind oft eher fettig, während andere Stellen im Gesicht trocken und sensibel sind. Idealerwiese nutzt man für die Gesichts-Reinigung milde Produkte und verwendet für die individuellen Bedürfnisse der Hautstellen unterschiedliche Pflegeprodukte.

5. Altershaut

Mit steigendem Alter werden weniger Talg und Schweiß produziert und auch die Durchblutung der Haut wird schlechter, wodurch sie oft trocken wird. Sie erscheint matt glänzend und weist Pigmentflecken und Falten auf. Altershaut benötigt eine extra Portion Pflege und muss mit viel Feuchtigkeit und Fett versorgt werden.

Auch wenn der Hauttyp angeboren ist und sich nicht grundlegend verändern lässt, kann man aktiv etwas für ein besseres Erscheinungsbild tun. Beispielsweise trägt unsere Ernährung einen großen Teil dazu bei. Sogenanntes „Skin Food“ kann das Hautbild positiv beeinflussen.