Schön von innen mit Silicium | Valérie Müller
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Valérie Müller

Natürlich bin ich schön!

Interview mit Valérie Müller

valerie mueller life40up

Mein Name ist Valérie Müller (50), ich bin die Gründerin und Autorin des Blogazines Life40up! Als Texterin und Onlineredakteurin verbringe ich viel Zeit im Internet. Die Vielfalt des World Wide Web fasziniert mich, und irgendwann entdeckte ich die ersten Blogs. Die Leidenschaft, mit der Blogger ihre Blogs mit Leben füllen, inspiriert mich. Als Bloggerin kann ich meinen eigenen Stil einbringen, meine eigenen Themen wählen, und nach Lust und Laune über die Dinge schreiben, die mich bewegen. Wichtig ist mir dabei, mit dem Schubladendenken aufzuräumen. Ab 40 ist das Leben nicht vorbei. Im Gegenteil. Viele großartige Frauen in meinem Bekanntenkreis haben in den 40ern und 50ern noch einmal völlig neu begonnen: in einer Beziehung, mit einer Trennung, mit einem Beruf. Dieses positive Lebensgefühl möchte ich an andere Frauen weitergeben.

 

Wie definierst du natürliche Schönheit?

Für mich ist natürliche Schönheit alles, was nicht künstlich, falsch, affektiert und eitel ist. Googelt man den Begriff „Schönheit“, so erscheinen als erste drei Ergebnisse „Schönheits-OP“, „Schönheitsreparaturen“, „Schönheitsideal“. Ich finde das sehr traurig! Schönheit ist zu etwas geworden, dass ständig optimiert werden muss. Der gesellschaftliche Druck ist groß und die Medien vermitteln ein Bild von Schönheit, das nicht mehr meinem eigenen entspricht. Ich finde es bedenklich, wenn bereits junge Frauen in den 20ern nicht mehr ohne künstliche Wimpern, künstliche Haarteile, künstliche Fingernägel und künstliche Brüste auskommen. Das vermittelt ein völlig falsches Bild von Schönheit und setzt andere Frauen unter Druck, denn letztendlich wird ein Kunstprodukt als natürliche Schönheit verkauft. Wenn bereits 20-jährige sich ihre Lachfalten botoxen lassen, weil sie Falten als hässlich empfinden, dann läuft etwas ganz gehörig schief beim Thema Selbstakzeptanz. Natürliche Schönheit ist mehr als eine optimierte äußere Maske. Natürlich schön sind für mich Augen die strahlen, ein Mund der lächelt und ein Mensch, der in sich ruht.

 

Was findest du an anderen Frauen schön?

Es gibt Frauen, die sehe ich einfach gerne an, weil sie objektiv betrachtet schön sind. Frauen wie Monica Bellucci, Robin Wright oder Julianne Moore sind vom Typ her ganz unterschiedlich, und dennoch finde ich alle drei wunderschön. Subjektiv betrachtet haben diese Frauen neben ihrer äußeren Schönheit aber noch eine Gemeinsamkeit: Sie sind keine glatten Hollywood-Schönheiten, sondern durchaus selbstbewusste, moderne, stolze Frauen mit Ecken und Kanten. Sie gehen aufrecht durchs Leben, mit äußerlicher und innerer Haltung – und um das zu verkörpern, muss man keine Hollywood-Schönheit sein. Alle Frauen, die ich schön finde, haben diese „Haltung“. Sie mögen sich selbst. Sie sind gut zu sich. Sie essen heute genussvoll und leidenschaftlich ein 4-Gänge- Menü und gehen am darauffolgenden Tag ins Yoga-Studio und engagieren sich caritativ. Sie wissen wer sie sind und was sie wollen. Man kann mit ihnen trauern und durchhängen, und man kann mit ihnen lachen und das Leben feiern – und das macht schön, ganz egal, wie man aussieht!

 

Was konntest du früher gar nicht an dir leiden?

Ganz einfach: meine Nase! Ich wurde als Kind von einem Irish Setter in die Nase gebissen und musste mehrere Operationen über mich ergehen lassen. Als Teenager empfand ich mich aufgrund der Narbe mitten im Gesicht nicht als schön. Heute weiß ich, dass nur ich das so empfunden habe – aber es hat Jahrzehnte gebraucht, bis mir das rückblickend klar wurde.

 

Was findest du heute ganz wunderbar an dir?

Ich bin zufrieden mit meinem Leben, und das strahle ich auch aus! Es verleiht mir eine innere Ruhe und einen liebevollen Blick auf mich selbst und andere Menschen. Rein äußerlich betrachtet mag ich meine Haare und meine Gesamtfigur, aber am schönsten finde ich meine Augen – und andere scheinbar auch. Als ich mit circa 17 Jahren Bahn fuhr, saßen mir drei kichernde Teenager-Jungs gegenüber. Sie tuschelten miteinander, stießen sich die Ellenbogen in die Rippen, sahen mich dauernd an und mir wurde schon ganz unwohl, weil ich nicht wusste, was sie im Schilde führten – bis es aus einem von ihnen herausplatzte: „Sie haben die schönsten Augen, die ich je gesehen habe! Wirklich!“ Die beiden anderen nickten zustimmend. Das war rückblickend eines der schönsten Komplimente, die ich je bekommen habe!

 

Welchen Tipp hast du für Frauen, die sich selbst nicht als schön empfinden?

Ich würde sagen: Finde dein Lächeln! Wenn du lächelst, dann erblüht auch dein Äußeres! Ich meine damit natürlich nicht das aufgesetzte, unechte Foto-Lächeln, sondern ein Lächeln, dass dir selber gilt. Ein Lächeln das von innen kommt, dass deine Augen zum Strahlen bringt und andere zurücklächeln lässt. Und jetzt kommt der Clou: Du kannst dieses Lächeln üben! Ja toll“, höre ich dich jetzt sagen: „Wie soll ich mich anlächeln, wenn ich mich nicht gut fühle und mich nicht schön finde?“ Ganz einfach: Mit der sogenannten Embodiment-Methode kannst du deine Stimmungslage durch Körperhaltung und Mimik beeinflussen, zum Beispiel so: Sieh dich jeden Morgen liebevoll im Spiegel an. Atme ein paarmal tief ein und aus, richte deinen Körper auf, nimm die Schultern zurück, und hebe deine Mundwinkel zu einem Lächeln. Die ersten Male wirst du dir komisch vorkommen, das Lächeln wirkt unecht. Aber irgendwann lächelst du wirklich und echt zurück. Und wer lächelt ist schön – egal wie du aussiehst!

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