Pflege mit Aloe Vera – Warum die Heilpflanze unserer Haut so guttut

Schon vor vielen Jahrtausenden war den Menschen die heilende Kraft von Kräutern und Pflanzen bekannt. Vor allem wurden daraus Tees, Säfte und Salben hergestellt. Bald war außerdem klar, dass viele Pflanzen nicht nur heilende sondern auch pflegende Eigenschaften haben, die man sich für kosmetische Mittel zu Nutze machen konnte. Eine der Top-Pflanzen für die natürliche Hautpflege ist die Echte Aloe, meist als Aloe Vera bezeichnet.

Was ist Aloe Vera?

Aloe Vera ist genau genommen ein Kraut und zählt zu der Familie der Liliengewächse. Das Kraut kommt an vielen Orten der Welt vor, z.B. in den USA, Lateinamerika und Süd- und Ostafrika. An sich sieht die Aloe Vera recht unscheinbar aus und erinnert an eine schlichte Sukkulente aus der Wüste – doch der erste Eindruck täuscht: Sie enthält ein wertvolles, pflegendes Gel, das ihr entnommen werden kann. Dieses zähflüssige, milchige Gel wird aus der Blattmitte geschält, extrahiert und mit heißem Wasser abgetrennt. Das Besondere: Das Aloe-Gel besteht bis zu 95 Prozent aus Wasser, gelangt aber bis viermal schneller in die Haut.[1] Außerdem enthält es mehr als 200 verschiedene Inhaltsstoffe[2], darunter z.B. verschiedene Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren. Das Aloe Vera-Gel kann direkt auf die Haut aufgetragen werden und muss vorher nicht erst verdünnt oder mit anderen Stoffen angereichert werden.

Wie kann das Aloe Vera-Gel angewendet werden?

Diese Eigenschaften machen das Aloe Vera-Gel so wertvoll, insbesondere für die Hautpflege: Sie wird intensiv mit Feuchtigkeit versorgt – ideal für die Pflege von strapazierter Haut durch trockene Heizungsluft oder intensiver Sonneneinstrahlung. Zudem hat das Gel durch seine Inhaltsstoffe eine kühlende wie auch eine beruhigende Wirkung, was der Haut bei Sonnenbrand oder anderen Reizungen guttut. Hinzu kommt, dass die Aloe Vera äußerlich angewendet nicht nur pflegend, sondern auch entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzlindernd sein kann. Somit kann sie z.B. bei Insektenstichen und oberflächlichen Hautverletzungen zum Einsatz kommen. Damit die Inhaltsstoffe der Aloe richtig wirksam sein können, gilt: Je mehr reiner Aloe-Anteil in einem Produkt enthalten ist, desto besser. Besonders in Kombination mit anderen wertvollen Naturstoffen, kommt die Aloe der Hautpflege zugute – z.B. im Skin Repair Spray von silicea. Die einzigartige Verbindung aus rein mineralischem Silicium-Gel und Aloe Vera-Gel ist auch für allergische und empfindliche Haut geeignet.

Gibt es Nebenwirkungen?

Für die äußerliche Anwendung sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt. Allerdings kann es sein, dass die Haut im Einzelfall empfindlich reagiert und sich röten kann. Wichtig ist, dass Aloe Vera-Gel nicht aufgetragen wird, wenn eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen Liliengewächse bekannt sind. Die Inhaltsstoffe der Aloe Vera werden unter anderem auch in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Hier sollte vor der Einnahme Rücksprache mit einem Arzt über die Dosierung, die Verträglichkeit usw. gehalten werden.

 

 

 

[1] Bühring, U.: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde (2014). Stuttgart: Georg Thieme Verlag

[2] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/aloe-vera-die-pflanze-fuer-schoenheit-und-gesundheit-8592