Jeder kennt sie, doch viele wissen nicht so richtig, ob man ihnen Glauben schenken kann. Zum Thema Schönheit kursieren unzählige Mythen in den Köpfen der Menschen, die oftmals zu Verwirrung führen.

Wir klären auf, welche Mythen wirklich stimmen und welche man am besten ganz schnell vergessen sollte.

1. Nagellack lässt die Nägel nicht atmen
Dieser Mythos ist falsch: Der Nagel besteht aus mehreren Hornschichten und benötigt daher kaum Sauerstoff. Wenn man den Nagel allerdings häufig mit Nagellackentferner behandelt, kann er brüchig werden und austrocknen. Allein durch den Nagellack kann der Nagel jedoch nicht kaputt gehen. Tipp: Regelmäßig ein paar Tage ohne Nagellack einlegen. Zusätzlich kann man beispielsweise das silicea Nagelaufbauserum auftragen, um den Nagel reichhaltig zu pflegen.

2. Zahnpasta hilft gegen Pickel
Ja und nein: Zahnpasta hat eine austrocknende Wirkung. Manche Zahnpasten enthalten Zink, das auch tatsächlich Entzündungen hemmt. Andere Wirkstoffe, wie Fluor oder Menthol können jedoch Rötungen hervorrufen und den Pickel sogar noch verschlimmern. Um das zu vermeiden, sollte man am besten ein geeignetes Pflegeprodukt gegen unreine Haut verwenden.

3. Lippenbalsam kann süchtig machen
Falsch: In der Lippenpflege ist generell kein Wirkstoff enthalten, der eine süchtig-machende Reaktion hervorruft. Der Gedanke kommt jedoch daher, dass man sich an das angenehme Gefühl weicher und geschmeidiger Lippen gewöhnt, wenn man den Lippenbalsam über längere Zeit verwendet. Das ist ein klassischer Fall des Placeboeffekts.

4. Quark hilft gegen Sonnenbrand
Ja und nein: Quark zählt ja als altbekanntes Hausmittel gegen Sonnenbrand. Durch die kühlende Wirkung sorgt er für schnelle Linderung bei Sonnenbrand. Man muss jedoch darauf achten, dass man den Quark nicht auf offene Wunden aufträgt, da sich im Quark auch Bakterien befinden, die an offenen Stellen eine Entzündung hervorrufen können.

5. 100 Bürstenstriche lassen die Haare glänzen
Nicht ganz: Um eine schöne, glänzende Haarmähne zu bekommen reichen schon ein paar wenige Bürstenstriche aus. Bürstet man die Haare nämlich zu häufig, so kommt es zu vermehrter Talgproduktion und die Haare fangen schnell an zu fetten. Das Bürsten der Haare ist also wichtig, 100 Bürstenstriche sind jedoch nicht notwendig.

6. Durch das Rasieren wachsen die Haare schneller und dicker nach
Stimmt nicht: Das Wachstum der Haare hat nichts mit der Rasur zu tun. Da man das Haar an der dicksten Stelle kappt, hinterlässt man beim Rasieren ein stumpfes Ende. Dadurch fühlt sich das Haar beim Nachwachsen vielleicht dicker an – In Wahrheit bleibt es aber immer gleich dick. Es kursiert außerdem das Gerücht, dass die Kopfhaare schneller wachsen, wenn man öfter die Spitzen schneidet. Auch hier verändert das Schneiden der Haarspitzen nichts in der Haarstruktur und Länge.

7. Karotten sorgen für einen gebräunten Teint
Nur theoretisch: Karotten verdanken ihre Farbe den enthaltenen Carotinoiden und können durchaus auch der Haut einen leichten Teint geben. Dies ist in der Praxis jedoch nicht so leicht umzusetzen, da man dafür täglich etwa 500 Karotten essen müsste, bis wirklich eine Wirkung einsetzt. Diese These ist also ebenfalls ein Mythos.